Willkommen im kleinen Garteneck!


Ich heiße Nikolaus Fahrner, bin 41 Jahre alt und Absolvent der Gartenbaufachschule Langenlois.

Im Laufe von 23 Jahren gärtnerischer Tätigkeit, sowohl in der Beratung, als auch in der Dienstleistung (davon 7 Jahre selbstständig) konnte ich doch einiges an Erfahrung sammeln.

Ich werde hier von Zeit zu Zeit Tipps und Anregungen zum Thema Garten geben.

 

Für Gartenfreunde aus der Umgebung Neunkirchen/Gloggnitz: Ich bin in der Baumschule Cada in Enzenreith tätig und stehe dort während der Saison persönlich für beratende Gespräche zur Verfügung.


Gartenblog


Der Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern ist zur Winterszeit eine sehr beliebte Zimmerpflanze. Leider dient sie oft nur sehr kurze Zeit als Dekoration, um dann bald darauf auf den Komposthaufen umzusiedeln. Das ist eigentlich sehr schade, da man an dieser Pflanze für einige Jahre eine Freude haben kann.

 

Aber mal ganz von vorne. Der in Südamerika heimische Weihnachtsstern ist dort kein zartes Pflänzchen, sondern ist ein großer Baum oder gar ein kleiner Baum.

Das Besondere an ihm sind die rotgefärbten Hochblätter, die sich zu entwickeln beginnen, wenn die Tage kürzer werden. Im Unterschied zur wilden Urform gibt es bei uns Sorten, die auch weiße, gelbe oder lila Hochblätter hervorbringen. Sogar panaschierte Variationen gibt es davon.

 

Zwei Dinge mag der Weihnachtsstern gar nicht. Das eine sind Kälte und Zugluft. Also einerseits sollte man für den Stern einen entsprechenden Platz im Haus suchen. Andererseits sollte man ihn auch in Geschäften kaufen, wo das berücksichtigt wird, sonst verliert er nach einigen Tagen die Blätter. Wenn es kalt ist, sollte man ihn sich gut einpacken lassen.

Die zweite Sache, mit der er so überhaupt nicht zurechtkommt, ist stauende Nässe. Besser ist es, den Stern etwas austrocknen zu lassen, bevor man ihn erneut gießt. Etwas Trockenheit macht ihm nämlich gar nichts.

 

Über den Sommer kann man ihn rausstellen, oder sogar auspflanzen, jedoch verträgt er keine direkte Sonne.

Was aber, wenn man ihn zwar gut über die Runden bringt, er aber nicht mehr die begehrten, farbigen Hochblätter hervorbringt. Das tut er eben nur, wenn die Tage kurz sind und das kann durch künstliche Beleuchtung zunichte gemacht werden. Daher sollte man ihn im Spätherbst, solange bis die Hochblätter entwickelt sind, an einen Platz stellen, an dem nicht übermäßig lange künstliches Licht brennt.

 

Noch etwas: Der Weihnachtsstern ist bei Verzehr giftig, sowohl für Haustiere, als auch für den Menschen!

 

Beachtet man diese Dinge, dann kann man sich mit etwas Glück viele Jahre am Weihnachtsstern erfreuen.

Was sind eure Erfahrungen mit dem Weihnachststern?

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Der Winterjasmin

Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) ist ein dankbarer Winterblüher, der sich gut als Kletterpflanze oder überhängend auf Böschungen und Terrassen einsetzen lässt.

Er blüht gelb und das oft sogar von Dezember an bis in den März hinein, allerdings oft eher vereinzelt.

Er ist nicht besonders anspruchsvoll.

 

Er liebt eher feuchte und nährstoffreiche Böden. Er gehört zu den kalkliebenden Pflanzen.

 

Verwendet man ihn als Kletterpflanze, gilt zu beachten, dass er ein sogenannter Spreizklimmer ist. Das heißt, dass er nicht rankt und keine Saugorgane bildet. Man muss seinen langen Trieben in das Rankgerüst "helfen". Da er an den jungen Trieben blüht, ist ein jährlicher, starker Rückschnitt nach der Blüte empfehlenswert.

Die ersten Jahre wächst er meist eher schwach, dafür gibt er danach ordentlich Gas.

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Die Schneerose

Die Schneerose (Helleborus niger), oder auch Christrose genannt, verdankt ihren Namen dem ungewöhnlichen Blütezeitpunkt. Sie blüht nämlich von Jänner bis April, je nach Witterung. Einige Sorten blühen sogar schon Dezember oder gar November.

 

Nun kommt die gute Nachricht: Wenn man einige Dinge beachtet, dann ist sie relativ anspruchslos und kann sogar einige Jahrzehnte alt werden.

Was die Schneerose gar nicht leiden kann, ist stauende Nässe und ein sonniger Platz im Sommer.

Dafür macht ihr etwas Trockenheit im Sommer nichts aus.

Am besten ist es, wenn man diese immergrünen Winterblüher in den Schatten, oder Halbschatten setzt, unter Bäume und Sträucher. Der Boden sollte durchlässig und tiefgründig sein.

 

Obwohl die "klassische" Schneerose weiß ist, gibt es inzwischen eine große Sortenvielfalt mit unterschiedlichen Farben, sogar lila und gelb. Selbst gefüllte Sorten sind erwerbbar.

 

Was sind eure persönlichen Erfahrungen mit der Christrose?

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Warum rollen sich die Blätter meines Bambuses ein?

In der Regel kein Grund zur Besorgnis.

Sowohl bei starker Hitze, als auch bei Frost rollen viele Sorten von Bambus ihre Blätter ein. Auch wenn es paradox klingen mag, ist die Ursache immer dieselbe: Wassermangel.

Im Sommer ist dieses Symptom zu sehen, wenn der Bambus nicht ausreichend Wasser hat. Dann ist sofortiges Gießen natürlich wichtig. Aber selbst wenn die Pflanze nahezu im Wasser steht, kann es vorkommen, dass er die Blätter einrollt. Durch die Hitze verdunstet er einfach so schnell, dass er nicht mit dem Nachtransport hinterherkommt. Daher auch das Einrollen, dadurch reguliert die Pflanze die Verdunstung.

An kalten Wintertagen verdunstet der Bambus oftmals mehr Wasser, als er über den gefrorenen oder trockenen Boden aufnehmen kann, vor allem, wenn tagsüber auch noch die Sonne auf die Blätter scheint. Daher greift die Pflanze zur selben Strategie.

Das Selbe ist auch bei anderen Pflanzen zu sehen, zum Beispiel bei Rhododendren.

Also kein Grund zur Beunruhigung.

Dennoch ist es beim Bambus, so wie auch bei anderen Immergrünen wichtig, dass auch im Winter öfter gegossen wird.

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Immergrüne und Nadelgehölze gut über den Winter bringen

Immergrüne Pflanzen unbeschadet über den Winter zu kriegen, ist manchmal eine gewisse Herausforderung. Hier gebe ich ein paar Tipps, wie es besser gelingen kann.

 

Zuerst eine kleine Tatsache: Die häufigsten Winterschäden bei Immergrünen sind Trockenschäden. Das liegt daran, dass diese auch über den Winter über das Laub Wasser verdunsten. Somit liegt der erste Tipp klar auf der Hand: Gießen sie an wärmeren Wintertagen.

 

Für viele Immergrüne ist vor allem der Temperaturunterschied ein Problem. Tagsüber erhitzt sich das Blatt durch die Sonne, nachts hat es etliche Minusgrade. Natürlich kann hier ein lichtdurchlässiges Vlies Abhilfe schaffen, aber wer will das bei großen Pflanzungen schon, zudem es ja auch nicht sehr ansehnlich ist. Daher ist es wichtig, Immergrüne Pflanzen nicht in die pralle Sonne zu setzen. Gerade bei Kirschlorbeer oder Buchs ist das sehr förderlich, wenn das beachtet wird.

 

Übrigens, da wir gerade vom Kirschlorbeer reden. Ist der Boden zu kalkhaltig, dann lässt die Winterhärte der Belaubung auch zu wünschen übrig. In diesem Fall ist es sinnvoll, etwas Moorbeeterde einzuarbeiten.

 

Man sollte zudem Immergrüne nur bis Ende Juni düngen, da sonst die Triebe nicht gut ausreifen. Wenn wir gerade bei der Düngung sind, möchte ich auch auf einer, meiner Meinung nach häufigen Fehler hinweisen. Viele Hobbygärtner bringen im Herbst standardmäßig Bittersalz aus. Dies ist ein reiner Magnesiumdünger. Natürlich ist Magnesium wichtig für die Winterhärte, doch meist ist es ausreichend vorhanden. Ein Zuviel kann andere Nährstoffe blockieren. Daher ist es besser mit einem Dünger für Nadelgehölze zu düngen, aber eben nur bis Ende Juni.

 

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